04.07.2014

Billig-Airline von Lufthansa in Planung?

In Kürze will die Lufthansa Pläne zum Konzernumbau vorstellen. Hierzu könnte aktuellen Spekulationen zufolge auch ein besonderer Fokus auf Billigflieger für Langstrecken gehören. Ob Lufthansa tatsächlich mit einer eigenen Plattform für Billigflüge ausgewählte Langstrecken bedienen wird, bleibt abzuwarten. Spannend ist diese Debatte allerdings, denn das Handelsblatt beruft sich diesbezüglich bei seiner Bericherstattung auf "Unternehmenskreise" von Lufthansa.

 
Mit Lufthansa europa- und weltweit fliegen

Speziell auf dem europäischen Flugmarkt müssen sich Fluggesellschaften mehr denn je behaupten. Einen ersten erfolgreichen Start auf dem Gebiet der Billgflieger unternahm Lufthansa bereits mit dem Tochterunternehmen Germanwings. Als zweites Standbein für günstige europäische Flugverbindungen könnte auch das Tochterunternehmen Eurowings eine wichtige Rolle einnehmen. Ein Flottenausbau ist bereits angekündigt.

Doch nicht nur Kurz- und Mittelstrecken sind interessant. Immer mehr Verbraucher sind auch auf Langstrecken auf der Suche nach günstigen Flügen. Diesen anhaltenden Trend könnte sich die Lufthansa zu Nuzte machen, wenn der Konzern in seiner Unternehmensstrategie tatsächlich weiter verstärkt auf das Segment "Billigflug“, auch auf internationaler Ebene, setzt.

Falls dies tatsächlich in den Fokus rückt, werden Details hierzu seitens des Unternehmens Lufthansa ab dem 9. bzw. 10. Juli erwartet.

Foto: Flickr.com - Rupert Ganzer (Lufthansa Heckflossen, Frankfurt Airport)

21.05.2014

ILA 2014: Berlin Air Show gestartet

Vom historischen Doppeldecker über Transportflugzeuge und den Airbus bis hin zum Raumfahrt-Flugzeug: Auf dem Gelände der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin Schönefeld gibt es aktuell jede Menge Informationen zur Flug- und Raumfahrtbranche. Kanzlerin Angela Merkel hat die international und hochkarätig besetzte Luftfahrtmesse am 20. Mai offiziell eröffnet. Bis zum 22. Mai ist das Ausstellungsangebot noch Fachbesuchern vorbehalten, danach startet am 23. Mai das Publikumswochenende (Freitag-Sonntag) mit besonderen Highlights für Liebhaber von Flugzeugen und Technikbegeisterte.

Flug-24 berichtet an dieser Stelle über ausgewählte Besonderheiten der ILA 2014, die speziell auch zu einer besonderen Flugreise inmitten von Berlin einladen sollen.

105 Jahre Luft- und Raumfahrtgeschichte erleben

Die Luftfahrtmesse blickt bereits auf eine über 100-jährige Tradition zurück und gehört zu den größten und wichtigsten Branchenveranstaltungen. So verwundert es nicht, dass in diesem Jahr mehr als 1.200 Aussteller auf der ILA 2014 vor Ort sind. Besucherrekorde werden insbesondere auch für das Publikumswochenende erwartet, denn die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung ist auch für spektakuläre Flugshows und Vorführungen bekannt.

Auch bei den vor Ort ausgestellten Fluggeräten werden ILA Besucher auf eine Zeitreise durch die Geschichte der Luft- und Raumfahrt geschickt. Wer sich an verschiedenen traditionsreichen Fliegern satt gesehen hat, kann beispielsweise auch einen Airbus aus der Flotte von Emirates näher besichtigen oder die Dimensionen riesiger Transportflugzeuge aus nächster Nähe erkennen. Am 24. Mai, wird auf dem Ausstellungsgelände beispielsweise das Transportflugzeug Beluga (Airbus) zu sehen sein. Es gilt als Luftfahrt-Transportmittel mit dem größten Ladevolumen weltweit.

Flugstaffeln und Kunstflüge: Die Berlin Air Show 2014
 
Einer der größten Aussteller auf der ILA (auch: Berlin Air Show) ist die Deutsche Bundeswehr. Mit vielen Fluggeräten auf der Messe vertreten, werden auch Vorführungen von Kampfflugzeugen, solo oder in Formation, erwartet. Außerdem feiert das Breitling Jet Team seine Deutschland-Premiere als Flugstaffel im Programm des Wochenendes.

 
Berufe und Jobs rund um den Flug

Ein Fachbereich der Luftfahrtmesse, das ILA CareerCenter, richtet sich auch speziell an Besucher, die sich zu Arbeitschancen und Berufen in der Luft- und Raumfahrtindustrie informieren möchten. Die international besetzte 'Jobbörse' ist am 23. und 24.5. entsprechend stark vertreten.

Wer im Anschluss an die berufliche Orientierung in Halle 5 noch weiter über das ILA Gelände streift, wird vielerorts Gelegenheit haben Flugzeuge von innen in Augenschein zu nehmen oder einmal im Flugsimulator zu sitzen.

ILA Besucherinformationen im Überblick

Für Fachbesucher ist die ILA 2014 bereits geöffnet (20.-22.5.). Privatbesucher können die Luftfahrtmesse vom 23. bis 25.5.14 besuchen. Tageskarten sind vor Ort oder online unter www.ila-berlin.de erhältlich. Die Tickets gelten auch für die eingesetzten Busshuttle zum ILA Gelände. Mit 22 Euro ist der Tagesticket-Preis für den Normalzahler angegeben. Schüler und Studenten erhalten gegen Vorlage eines entsprechenden Nachweises eine Ermäßigung und zahlen 14 Euro/Tagesticket. Für Kinder unter 6 Jahre wird kein Eintritt erhoben.

Fotos: Flickr.com – Peterspixel (Emirates Airbus A380 auf der ILA 2014), Medien Bundeswehr (Flugshow auf der ILA 2012)

16.04.2014

Flughafen Wien begrüßt Airbus A380 von Emirates

Die Fluggesellschaft Emirates ist bereits seit 2004 fest am Vienna International Airport (VIE) vertreten und kommt mittlerweile auf 13 Flüge pro Woche. Am 26. Mai darf erstmals ein Airbus A380 von Emirates auf dem Flughafen Wien landen. Diese Sonderregelung wurde zur Feier des zehnjährigen Bestehens der Flugverbindung Wien-Dubai von Emirates getroffen. Das Großraumflugzeug mit einer Kapazität von über 500 Passagieren ist das erste des Typs Airbus A380, das in Wien landet. Der Emirates Flug aus Dubai wird in Wien am 26. Mai um 21:10 Uhr erwartet. Zurück fliegt die Maschine am Folgetag um 00:20 Uhr und landet dann um 8:00 Uhr Ortszeit wieder in Dubai.

Emirates Airlines erobert Europa

Die staatliche Fluggesellschaft aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, mit Hauptsitz am Dubai International Airport, bedient viele Flugziele weltweit. Den Expansionskurs innerhalb Europas will Emirates auch am Standort Wien beibehalten. Emirates setzt bislang auf der Strecke Dubai-Wien Langstreckenflugzeuge des Typs Boeing 777-300ER ein. Wie das Portal Krone.at berichtet, gibt es derzeit keine Freigabe vom Verkehrsministerium für dein Einsatz von Airbus A380 Flugzeugen. So stellt die für Mai angekündigte Airbus A380 Landung von Emirates in Wien eine Ausnahme dar.

Im weltweiten Vergleich verfügt Emirates Airlines mit 47 Flugzeugen über die derzeit größte Airbus A380 Flotte. Auch gilt die Fluggesellschaft als Luftfahrt-Pionier für die Etablierung des Großraumjets am Markt. Der erste ausgelieferte Airbus A380 bediente im Jahr 2008 die Strecke Dubai-New York (JFK).

Im Gegensatz zu Österreich mit dem Flughafen Wien-Schwechat nutzt Emirates für Flugverbindungen in die Schweiz (Zürich) seit Anfang 2014 Flugzeuge des Typs Airbus A380. Der Flughafen Genf wird von Emirates Flugzeugen des Typs Boeing 777 bedient.

In Deutschland sind Dubai Direktflüge ab Frankfurt am Main, München, Hamburg und Düsseldorf buchbar.

Über den Flughafen Wien - Vienna International Airport


Der Vienna International Airport (VIE) gehört zu den wichtigsten Luftfahrt-Drehkreuzen der Alpenrepublik Österreich und ist auch der größte Flughafen des Landes. Das Flughafengelände befindet sich in Schwechat. Vom Zentrum der österreichischen Landeshauptstadt ist es nur ca. 16 Kilometer entfernt und bietet auch eine gute Verkehrsanbindung (z.B. auch City Airport Train).

Hier geht’s direkt zur Flughafen Webseite: http://www.viennaairport.com/

Fotos: Flickr.com - BrYYZ (Emirates Airbus A380), Ulrich Latzenhofer (Flughafen Wien)

06.03.2014

Ferien weltweit

Flickr.com - Ronnocococo
Wenn man einmal wieder bemerkt, wie der Alltag mit seinen Verpflichtungen an einem nagt und das Fernweh immer stärker wird, hilft nur noch eins - ab in die Ferien! Denn schließlich gibt es nichts Besseres als eine kleine Auszeit vom Berufsleben. Eine Luftveränderung tut einem gut, lässt einen Abstand gewinnen und vor allem neue Kraft für die bevorstehenden Aufgaben tanken. Deshalb wollen in diesem Artikel einige besondere Urlaubsziele vorstellen, die einen rundum gelungenen Urlaub garantieren und dafür sorgen, dass man mit tollen neuen Eindrücken wieder in Deutschland ankommt.

Durch das Aufkommen der sogenannten Billigflieger ist heute eigentlich die ganze Welt für relativ wenig Geld erreichbar. Deshalb zieht es immer mehr Menschen in die Urlaubsländer auf der ganzen Welt. Hier gibt es schließlich so viele Ziele, dass wir sie gar nicht alle aufzählen könnten. Eine Reise in die Karibik oder auch nach Australien ist für viele ein Lebenstraum, den sie sich unbedingt erfüllen wollen. Eine Reise nach Afrika lohnt sich aber ebenfalls. Wer diesen Kontinent entdecken will, bereist am besten Länder wie Namibia, Südafrika oder auch Marokko

Wir können versprechen, dass jedes dieser Ziele eine Reise wert ist und sie sicher beeindrucken wird. Natürlich muss man aber auch noch den asiatischen Kontinent erwähnen. Eine Reise nach Indien versetzt Urlauber in eine völlig neue Welt, die sie vorher nicht kannten. In Thailand, Kambodscha oder auch Taiwan fühlen sich Abenteuerhungrige übrigens besonders wohl und bereisen die Länder vorwiegend mit dem Rucksack. In Asien liegen auch die höchsten Berge unserer Erde. Wer also schon immer einmal einen 8000er besteigen wollte, ist in Nepal, Tibet oder China genau richtig.

Wie man sieht, gibt es weltweit unzählige Reiseziele, um das Fernweh zu stillen. Egal für welches Ziel man sich hier entscheidet, wichtig ist eigentlich nur, was man aus seinem Urlaub macht. Ob gemütlich am Strand, aktiv in der Natur oder interessant in der Stadt - jede Reise kann zu einem Highlight werden, dass man für immer in guter Erinnerung haben wird. Eine super Möglichkeit ein günstige Pauschalreise zu buchen, haben Interessierte u.a auf http://www.nie-wieder-fernweh.de.

22.01.2014

Studie: Günstig zum Flugticket

Wie gelangt man für ein Flugticket zum besten Preis? Zur Beantwortung dieser häufigen Frage von Verbrauchern wird das Thema auch immer wieder von Studien aufgegriffen. Was verrät die Analyse vorgenommener Flugbuchungen über die Preisentwicklung und günstige Buchungszeiträume? Dazu gibt aktuell beispielsweise das Portal Skyscanner Auskunft.

Auf Flug-24.net möchten wir an dieser Stelle einen kleinen Einblick in die Analyse geben und Verbraucher weiter für den Flug-Markt und seine Besonderheiten sensibilisieren.

Im Schnitt günstig fliegen: Ein Einblick in aktuelle Studienergebnisse

Es ist sicher kein allgemeingültiges Geheimrezept, aber keine schlechte Orientierung: Für Europa-Reisen lohnt es sich, mit etwa 5 Wochen Vorlauf auf Flugsuche zu gehen. Zu diesem Ergebnis kommt die Skycanner Studie insbesondere in Bezug auf gefragte Ziele wie Spanien, Griechenland oder die Türkei. Für die Kanarischen Inseln wurde jedoch beispielsweise ein "optimaler" Buchungszeitraum von 3 Wochen vor dem Abflugtermin ermittelt.

Wer bei seiner Reiseplanung flexibel ist, hat wohl den größten Sparvorteil. Ohne auf einen bestimmten Abflugtermin festgelegt zu sein, kann man die Flugpreise gezielt verfolgen und bei einem Schnäppchen schnell zuschlagen. Skyscanner sieht kurzentschlossene Urlauber so teils auch vorn, denn sind die Kapazitäten im Flieger wenige Wochen noch nicht ausgeschöpft, können die Preise sinken. Ist der Flieger jedoch bereits gut gebucht, sind aus Verbrauchersicht keine positiven Auswirkungen auf den Flugpreis kurz vor Reiseantritt zu erwarten.

Unterschiedliche Buchungszeiträume für Kurz-, Mittel- und Langstrecke

Während EU-weit weniger Zeit zwischen Flugbuchung und Abflugtermin liegen kann, um einen günstigen Preis zu erzielen, sieht das bei Langstreckenflügen anders aus. Skyscanner ermittelte beispielsweise für USA Flüge ab Deutschland 25 Wochen vor Reiseantritt als günstigen Buchungszeitraum. Mit 19 Wochen im Vorlauf seien Flüge nach Südafrika und Thailand günstig zu haben.

Je nach gewähltem Ziel und Flugmonat konnten teils erhebliche Preisunterschiede festgestellt werden. Für Verbraucher sollte das keine große Neuigkeit sein, werden die Flugpreise doch bereits seit einigen Jahren analysiert und entsprechend mit Empfehlungen zur Buchung ausgewertet. Die Studienverantwortlichen merkten allerdings auch an, dass nur knapp 25 Prozent der Deutschen bewusst eine Flugbuchung mit den propagierten Vorlaufzeiten vornehmen.

Vergleichen macht schlau

Wer preisbewusst in die Flugreise starten möchte, kommt an einem Angebotsvergleich nicht vorbei. Bei der Suche nach besonderen Schnäppchen können entsprechende Portale und auch Apps eine Hilfe sein. Weiterführende Hinweise zu den hier vorgestellten Erkenntnissen sind unter www.skyscanner.de/medien/ abrufbar.

Foto: Flickr.com – Chris/eisenbahner

18.12.2013

Günstig fliegen - Aktuelles aus dem Low Cost Monitor

Wie aus dem Low Cost Monitor 2/2013 hervorgeht, wurden von so genannten Billigfliegern im Sommer diesen Jahres insgesamt 658 Flugstrecken ab/in Deutschland bedient. Wie das für die Studie verantwortliche Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt mitteilte, erreichte man mit diesem Wert nahezu das Low Cost Flüge Rekord-Hoch von 2010. Ein weiterer positiver Trend sei zu erwarten, so die genauere Marktanalyse.

Welche Besonderheiten gibt es aktuell, wenn man günstig fliegen möchte? Flug-24 informierte bereits zum Low Cost Monitor 1/2013 und fasst an dieser Stelle nun die neuen Tendenzen rund um Low Cost Airlines und Billigflug Angebote in Deutschland und Europa zusammen.

Low Cost Fluggesellschaften in Europa auf Wachstumskurs

Der Sommer 2013 hat deutschlandweit einige neue Flugverbindungen mit sich gebracht. Mit bis zu 116 verschiedenen Strecken führt das Flugziel Italien bei Billigfliegern, dicht gefolgt von Spanien mit 108 Flugverbindungen ab Deutschland. Wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt informierte, konnte allein der Flugverkehr zwischen Spanien und Deutschland im Low Cost Bereich um zehn Prozent gesteigert werden.

In diesem Zusammenhang ist auch zu erwähnen, dass Billigfluggesellschaften wie beispielsweise Vueling in diesem Jahr gezielt in den deutschen Markt investiert haben. Die Ausweitung von Flugangeboten innerhalb Europas, speziell im Bereich Billigflug, gehört auch zu den Schwerpunkten der Berichterstattung im Reisemagazin Flug-24. Sie stellen nicht nur vielfältige Flugverbindungen, sondern bedienen dabei auch große, gut vernetzte Flughäfen. Dazu zählt auch der Aeropuerto Barcelona El Prat, denn am Flughafen von Barcelona sind neben Vueling auch AirBerlin, easyJet und viele weitere Airlines, die insbesondere dem Low Cost Segment zugeordnet werden, anzutreffen.


Billigflieger punkten bei Reisenden

Der aktuelle Low Cost Monitor 2/2013 bescheinigt Billigfliegern einen wichtigen Marktanteil. Mit derzeit 31 Prozent werden entsprechende Flugangebote insbesondere auch von Urlaubsreisenden wahrgenommen. 

Während europäische Ziele der Billigflieger ab Deutschland entsprechend an Bedeutung gewinnen, ist das innerdeutsche Flugangebot im Low Cost Segment derzeit rückläufig.

Spannend ist zudem der Blick auf einzelne Fluggesellschaften, die sich auf dem Gebiet von günstigen Flügen innerhalb Deutschlands und in Europa besonders hervortun. Als aktueller Marktgewinner gilt insbesondere Germanwings. Die Fluggesellschaft übernimmt seit geraumer Zeit auch innerdeutsche Strecken, die vorher von der Lufthansa bedient wurden und kommt bereits auf 1.200 Starts/Woche. Air Berlin kommt sogar auf noch mehr wöchentliche Starts.

Flughafen Check: Viele Billigflieger ab Berlin-Tegel


Auch bedingt durch die Übernahme von Flugangeboten am Standort Berlin-Schönefeld geht der Berliner Flughafen Tegel als Studiengewinner hervor. Der Flughafen kommt auf ein Angebot von 758 wöchentlichen Flügen, die durch Billigfluggesellschaften bedient werden und setzt sich damit vor dem Flughafen Köln-Bonn (607 Low Cost Flüge) an die Spitze.

Was heißt eigentlich Low Cost bzw. Billigflug?

Dieser Frage gehen die Studienverantwortlichen nun bereits seit 2006 nach. Die Grenzen zwischen dem klassischem Linienflugbetrieb und Billigflugangeboten verschwimmen zunehmend. Beispielhaft für dieses Phänomen ist unter anderem Air Berlin, die als Fluggesellschaft sowohl im Low Cost Segment als auch im Linien- und Charterflugverkehr anzusiedeln ist. Wer mehr über die Kriterien erfahren möchte, die das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt für die Einstufung als Low Cost Anbieter nutzt, findet online auf DLR.de weitere Informationen zum Low Cost Monitor.

Fotos: Flickr.com
- Tony Hisgett (easyJet Flieger in Barcelona)
- Andrei Dimofte (Germanwings Flieger in Stuttgart)
- Tim Pritlove (Luftaufnahme Flughafen Berlin-Tegel)

13.11.2013

Luftverkehr Schlichtungsstelle: Was Passagiere wissen sollten

Seit dem 1.11.2013 greift für deutsche Verbraucher eine neues Gesetz, auf dessen Basis eine Schlichtungsstelle für den Luftverkehr eingerichtet wurde. Diese soll im Streitfall zwischen Fluggesellschaft und Fluggast vermitteln und so einige außergerichtliche Einigung erzielen. Flug-24 berichtet an dieser Stelle zu den neuen Möglichkeiten, die sich für Passagiere ergeben und stellt das hierfür notwendige Fachwissen und Informationen zu den zuständigen Stellen bereit.

Probleme mit der Airline?

Die SÖP soll Streitigkeiten außergerichtlich schlichten

Die in Berlin beheimatete Schlichtungsstelle öffentlicher Personenverkehr (SÖP) war bislang primär für Kunden der Deutschen Bahn Ansprechpartner bei Streitigkeiten. Nun ist die Schlichtungsstelle auch zuständig für den Luftverkehr.

Seit dem 1. November können sich Reisende  an die Institution wenden. Auf Basis der neuen Gesetzesregelung greift der Mechanismus der Schlichtung zudem nicht nur für der SÖP angeschlossenen Fluggesellschaften. Hierzu gehören beispielsweise bereits in Deutschland beheimatete Unternehmen wie Air Berlin, Condor, Germania, Germanwings, Lufthansa und Tuifly, aber auch viele ausländische Fluggesellschaften (z.B.Singapore Airlines). Richten sich Passagier-Ansprüche gegen eine Airline, die der Schlichtungsstelle öffentlicher Personenverkehr bislang nicht beigetreten ist, liegt die Zuständigkeit für entsprechende Fälle bei der amtlichen Schlichtungsstelle des Bundesamt für Justiz.

Wann und wie greift die Schlichtungsstelle Luftverkehr?

Nach Maßgabe des neuen Gesetzes, in Kraft getreten für alle Flüge ab dem 1.11.2013, können Fluggäste, die etwaige Zahlungsansprüche gegenüber einer Airline geltend machen möchten, die Schlichtungsstelle einschalten. Dies dient dazu, eine gerichtliche Auseinandersetzung zu vermeiden, wenn bislang keine Einigung mit der Fluggesellschaft erzielt werden konnte.

Das Angebot der Schlichtungsstelle richtet sich an alle Passagiere, die Flüge privater Natur (keine Dienstreise) unternommen haben. Im Fokus steht demnach der Verbraucher, wobei ein Schlichtungsverfahrens für Flüge mit Start oder Landung in Deutschland möglich ist.

Zu den Zahlungsansprüchen, die Verbraucher an Fluggesellschaften stellen und im Wege einer Schlichtung klären können, gehören:
  • Gepäckschäden und verspätete Gepäckzustellung
  • Anspüche gem. EU Fluggastrechte Verordnung (z.B. Ausgleichszahlungen u.ä. Bei Flugverspätung, Annullierung, etc.)

Wie läuft ein Schlichtungsverfahren ab?

(1) Im ersten Schritt muss sich der Fluggast mit seinem Anspruch direkt an die Fluggesellschaft wenden. Reagiert die Fluggesellschaften binnen zwei Monaten gar nicht oder lehnt den Anspruch ab, kann der Fluggast sich an die Schlichtungsstelle Luftverkehr wenden, bevor die Streitigkeiten gerichtlich beigelegt werden.

(2) Der Fall wird bei der Schlichtungsstelle an einen Begutachter gegeben, der eine Lösung für beide Parteien vorschlägt. Diese Empfehlung soll zur erfolgreichen Regulierung des Anspruchs beitragen und die Fluggastrechte stärken.

(3) Kosten für das Schlichtungsverfahren entstehen dem Verbraucher nur, wenn dieser z.B. zusätzlich einen Anwalt konsultiert und die Einigung dann keine spezifische Regelung zu Anwaltskosten vorsieht.

(4) Für das Schlichtungsverfahren sind zur genauen Begutachtung des Falls seitens des Fluggastes entsprechende Unterlagen erforderlich. Das schließt Dokumente wie:
  • Buchungsbestätigung bzw. Flugticket/Bordkarte
  • Schadensdokumentation und -aufstellung (Nachweis auch mit Fotomaterial)
  • ggf. verfügbare Bestätigungen der Fluggesellschaft zum jeweiligen Anspruchsgrund (z.B. Verspätung, Gepäckschaden)
  • Belege zu entstandenden Ausgaben
  • Schriftverkehr zwischen Airline und Passagier

(5) Je nach Fall kann die Bearbeitung eines Falls durch die Schlichtungsstelle mehrere Monate in Anspruch nehmen. Verpflichtend ist ein Schlichtungsverfahren zur Regelung von Ansprüchen gegenüber Fluggesellschaften für den Verbraucher nicht, kann jedoch unter Umständen Gerichts- und Anwaltskosten sparen.

(6) Ab einem bestimmten Streitwert ( > 5.000 Euro) ist eine gerichtliche Entscheidung jedoch zwingend erforderlich, da die Schlichtung keinen rechtsverbindlichen Charakter hat. Das heißt, dass Fluggesellschaften an die Annahme des Schlichterspruchs nicht gebunden sind. Kommt eine gütliche Einigung nicht zustande, kann die Sachlage auf dem Gerichtsweg geklärt werden.

Wo findet man die Schlichtungsstelle Luftverkehr im Internet?

Auf der Webseite der Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (SÖP) findet man alle relevanten Informationen zum Schlichtungsverfahren und erfährt auch, welche Fluggesellschaften bereits beigetreten sind.






Für Schlichtungen von Fällen, die noch nicht beigetretene Fluggesellschaften betreffen, können sich Verbraucher an das Bundesamt für Justiz wenden.







 Bildnachweis (Foto oben): Flickr.com - Craig Dugas