20.12.2012

Fluggesellschaften im Vergleich

Günstig und bequem von A nach B: Mit diesem Reisewunsch entscheiden sich viele Verbraucher regelmäßig für Flugreisen. Doch nicht jede Fluggesellschaft bietet das gleiche Maß an Service. Der Nachrichtensender n-tv hat in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Service-Qualität (DISQ) den Airline-Check gemacht und anhand einer Kundenbefragung (Dezember 2012) beliebte Fluggesellschaften auf dem deutschen Markt gekürt.

Wie die Befragung zeigte, bemängeln viele Passagiere den Service. Hier hat im Schnitt jeder Dritte Kritik anzubringen, wobei unter anderen das Verpflegungsangebot an Bord, die verfügbaren Unterhaltungsmöglichkeiten und auch die Freundlichkeit des Flugpersonals betrachtet wurden. Deutlich besser schneiden die untersuchten Fluggesellschaften hingegen beim Thema Check-In ab und erhielten zum Großteil die Bewertung „gut“. Mit dem Preis-Leistungsverhältnis der Flugbuchungen und dem Flugangebot ist gemäß der DISQ-Studie etwa jeder vierte Fluggast unzufrieden.

Empfehlenswerte Fluggesellschaften nach Kundenmeinung


Mit dem Qualitätsurteil „sehr gut“ setzte sich im Gesamtvergleich der Befragung für n-tv die Fluggesellschaft Condor gegen andere Airlines durch. Als beliebte Airline punktete Condor dabei insbesondere mit günstigen Reisepreisen und gutem Service. Den zweiten Platz im Ranking erzielt die Deutsche Lufthansa, von Passagieren insbesondere für das Flugangebot, den Service, Zuverlässigkeit und Sicherheit entsprechend gut bewertet. An dritter Stelle platziert sich TUIfly in der Gesamtwertung. Des weiteren schnitten Easyjet und AirBerlin auf Platz 4 und 5 mit dem Qualitätsurteil „gut“ ab.

Diese Kriterien entscheiden über die Flug- und Anbieterauswahl


Gemäß der Kundenbefragung gehört der Preis zu den wichtigsten Entscheidungskriterien. Außerdem bestimmen Faktoren wie Flugangebot sowie Abflug- und Ankunftsflughafen darüber, für welche Fluggesellschaft sich Verbraucher entscheiden. Jeder vierte Passagier legt dabei auch besonderer Wert auf den gebotenen Service. Bonusprogramme wie das Sammeln von Flugmeilen werden von den Verbrauchern hingegen weniger bei der Anbieterauswahl herangezogen.

Weitere Ergebnisse der Studie können Interessierte hier abrufen.

02.11.2012

Low Cost Airlines weiter auf Europa-Kurs

Der Markt für Billigflieger wächst wieder. Insbesondere im Vergleich zum Vorjahr geht es für die sogenannten Low-Cost-Airlines nun wieder bergauf. Dabei erzielten die zu diesem Segment gehörenden Fluggesellschaften im Sommer 2012 sogar einen neuen Rekordwert: Mit insgesamt 7.000 Strecken innerhalb Europas sind günstige Flüge mit RyanAir, easyJet, Germanwings & Co. beliebter denn je.

Eine detaillierte Übersicht, die Aufschluss über den aktuellen Wachstumstrend bei Low Cost Anbietern im Flugsektor bietet, ist der vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt herausgegebene Low Cost Monitor 2/2012. Das DLR führt diese Erhebung bereits seit 2006 zweimal pro Jahr durch. Flug-24 fasst die wichtigsten Erkenntnisse in Kurzform zusammen.

Europa Flüge mit Low Cost Airlines


Nach Angaben im Low Cost Monitor wurden in der Sommersaison 2012 insgesamt 13 Flugstrecken  mehr als im Vorjahreszeitraum zum Low Cost Sektor zugerechnet. Auch wenn von den Airlines dabei primär keine neuen deutschen Flughäfen in das Netz aufgenommen wurden, gab es jedoch ein Wachstum bei den angesteuerten Zielflughäfen. Zu den bedeutendsten deutschen Drehkreuzen für Low Cost Carrier gehört nach Meinung des DLR der Flughafen Berlin Tegel.

Das größte Flugangebot in diesem speziellen Marktsegment steuert wiederum Air Berlin bei. Auch Germanwings ist mit zahlreichen Stars vertreten. Gezielte Wachstumschancen räumen die Experten jedoch auch dem Anbieter Ryanair ein. Nach deutlich weniger Flugangeboten im Jahr 2011 setzt der Billigflieger nun wieder auf einen Ausbau der Flüge ab Deutschland.

Beim Streckenausbau ist neben Ryanair aktuell auch die Fluggesellschaft Easyjet führend in Europa. Nimmt man die Angebote beider Low Cost Carrier zusammen, stellen diese knapp 50 Prozent aller europäischen Billigflüge. Dabei führt Großbritannien die Statistik als beliebtes Zielland an, gefolgt von Spanien und Italien. Deutschland, zuvor auf dem zweiten Platz etabliert, muss sich aktuell mit Platz 4 zufrieden geben.

05.10.2012

Flughafen Frankfurt nimmt neuen Flugsteig in Betrieb

Der größte deutsche Flughafen rüstet nach: Ab dem 10. Oktober wird der neue Flugsteig am internationalen Frankfurt Airport in Betrieb genommen. Nach langjähriger Bauzeit können dann rund 6 Millionen Passagiere der Lufthansa pro Jahr problemlos am Flughafen abgefertigt werden. Die Fluggesellschaft Lufthansa nimmt damit ihr zugleich größtes Drehkreuz weltweit in Betrieb. Außerdem wird die Erweiterung des Flugsteigs A auch von Star-Alliance-Partner genutzt werden, wie Lufthansa bereits im Vorfeld informierte.

Mehr Komfort auf Flugreisen: Der Flugsteig A-Plus im Überblick

Das neu entstandene Betriebsgelände des Flughafens ist speziell auf die Bedürfnisse von Großflugzeugen zugeschnitten. Künftig werden insbesondere Flugzeuge der Typen Boeing Jumbo 747-8 und Airbus A380 am Flugsteig A andocken. Der mit 27 Gates neu vernetzte Terminalbereich verkürzt Fluggästen die Wartezeit beispielsweise mit einer Shopping-Meile und fünf neuen Lounges.

Sowohl Fraport als auch die Lufthansa selbst zeigten sich mit der Umsetzung der Pläne bereits zufrieden. Insbesondere Investitionsvolumen und Bauzeit seien entsprechend der Planung ausgefallen und auch alle Tests und Probeläufe am neuen Flugsteig fielen zufriedenstellend aus.

Über den Flughafen Frankfurt

Der Frankfurter Flughafen (IATA-Code: FRA) verfügt über ein außergewöhnlich hohes Passagieraufkommen und gehört auch gemessen an den Flugbewegungen zu den Spitzenreitern. Innerhalb Europas gehört der Frankfurt Airport mit 56,4 Millionen Fluggästen im Jahr 2011 ebenfalls zu den Top 3 Flughäfen.

Auf dem Gelände bietet die Betreibergesellschaft Fraport nicht nur eine reibungslose Abwicklung des Flugverkehrs für Personen und Fracht, sondern insbesondere auch eine gute Vernetzung zwischen den einzelnen Terminals, in denen sich auch viele verschiedene Geschäfte, Cafés, Bars und Restaurants angesiedelt haben. Frankfurt-Flughafen wird übrigens von der Mainmetropole auch als eigenständiger Stadtteil geführt.

Weitere Informationen rund um Flüge und Airports finden Interessierte hier.

14.09.2012

ILA Highlights für den Flugverkehr

Seit dem 11. September ist der Blick der Flug- und Raumfahrtindustrie auf das Berlin ExpoCenter Airport gerichtet. Hier findet die ILA 2012 statt und öffnet seit heute im Rahmen der Publikumstage  bis zum 16. September für Interessierte. Die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung erzielte in diesem Jahr bereits einen neuen Ausstellerrekord auf den nun auch erfolgreiche Besucherzahlen folgen könnten. Mit bis zu 1.243 Ausstellern aus insgesamt 46 Ländern weltweit ist die diesjährige Berlin Air Show nahezu über sich hinaus gewachsen. Veranstaltet wird die ILA 2012 vom BDLI, dem Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V., in Zusammenarbeit mit der Stadt Berlin und der Messe Berlin GmbH.

Vom 11. bis 13.9. ausschließlich dem Fachpublikum vorbehalten, öffnet die ILA ihre Tore seit heute auch für Flugbegeisterte. Sie können auf dem weitläufigen Gelände insgesamt rund 270 verschiedene Flugzeuge sehen, bekommen interessante Flugshows geboten und erfahren auch mehr rund um neue Flug- und Raumfahrttrends. Polen ist als Partnerland der diesjährigen Luft- und Raumfahrtausstellung mit einem besonders umfangreichen Ausstellungsangebot vertreten.

Was zeichnet den Besuch auf der ILA Berlin Air Show 2012 aus?

Wer schon immer einmal Flugzeugtypen verschiedener Größen und Kategorie aus nächster Nähe bestaunen wollte, ist auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung genau richtig. Neben modernen Flugzeugen für die zivile Luftfahrt sind unter den rund 270 verschiedenen Fluggeräten auch zahlreiche historische Flugobjekte, militärische Flugzeuge und Großflugzeuge für den Transport- und Frachtverkehr. Interessant ist mit Sicherheit auch der Blick auf die aktuelle Forschung um Luft- und Raumfahrtbereich. Hierzu lädt insbesondere das Ausstellungsangebot des DLR, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, ein. Das ILA Ticket für den Erwachsenen kostet 22 Euro, ermäßigte Karten gibt es für 14 Euro. Für Kinder bis 6 Jahre ist der Eintritt frei.

ILA Superlative: Emirates zu Gast in Berlin

Zu den Publikumsmagneten zählt mit Sicherheit auch der von der Fluggesellschaft Emirates vorgestellte Airbus A380 gehören. Das Flaggschiff der Emirates Flugzeug-Flotte gehört zu den weltweit größten Passagierflugzeugen und war an den Fachbesuchertagen eines von zahlreichen Highlights. Den Sonderflug von Dubai nach Berlin mit dem Airbus A380 übernahm übrigens Captain Dirk Juchert, der ursprünglich aus Brandenburg stammt.

Emirates unterhält eine der modernsten Flugzeug-Flotten weltweit und zählt zu den wichtigsten Kunden für Airbus. Flugzeuge in der Kategorie Superjumbos zählt Emirates reichlich und will die Flotte bis zum Jahresende auch weiter entsprechend ausbauen. Mit einem eigenen A380-Terminal, das voraussichtlich im kommenden Jahr von Emirates am Dubai International Airport eröffnet wird, präsentiert sich die Airline als für die Zukunft des Passagier- und Flugverkehrs gerüstet.

Anreise-Informationen:

Berlin ExpoCenter Airport
Messestr.1, 12529 Schönefeld

Das Ausstellungsgelände der ILA 2012 ist mit dem Auto und auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Für Privatbesucher, die mit dem PKW anreisen, stehen entsprechende Besucherparkplätze zur Verfügung:
  • Anfahrt zum P1 über die B96a (ILA-Gelände zu Fuß erreichbar)
  • Anfahrt zum P3 über die Autobahnen A113, A117 sowie die B96a (Bus-Shuttle zur ILA eingerichtet)
ILA-Besucher erreichen das Gelände auch mit Zügen des Regional-, S- und U-Bahn-Verkehrs. An den Stationen Bahnhof Berlin-Schönefeld und dem U-Bahnhof Rudow stehen dann ebenfalls Shuttle-Busse zur Weiterfahrt zum Ausstellungsgelände zur Verfügung.

Weiterführende Informationen zur ILA Berlin Air Show: http://www.ila-berlin.de/

22.08.2012

BGH-Urteil zur Flug-Annullierung bei Streik

Im Streik-Fall haben von Flugstreichungen betroffene Passagiere kein Anrecht auf Entschädigung. So hat der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe aktuell über eine Klage von zwei Fluggästen der Lufthansa entschieden. In der Begründung führen die Richter im Fall „außergewöhnliche Umstände“ an, bei denen die Fluggesellschaft keine Ausgleichszahlungen leisten muss. Dies entspricht auch geltendem EU-Recht und der Rechtsprechung am Europäischen Gerichtshof (EuGH).

Zum Fall

Aufgrund eines angekündigten Streiks der Pilotengewerkschaft Cockpit wurden die Flüge der als Kläger auftretenden Lufthansa-Passagiere annulliert, weshalb diese erst später von Miami nach Deutschland fliegen konnten. Die Fluggesellschaft stellte in diesem Zusammenhang auch Hotels und Verpflegung, die aufgrund der Flug-Umbuchungen nötig wurden. Darüber hinausgehende Ausgleichszahlungen für die Flugannullierung wurden jedoch abgelehnt.

Zur Entscheidung

Zum Sachverhalt urteilten die deutschen Gerichte unterschiedlich, weshalb der Fall schließlich vorm Bundesgerichtshof verhandelt wurde. In seiner Entscheidung bestätigt der BGH dabei die vorangegangene Rechtsprechung des EuGH, wonach Fluggesellschaften von Ausgleichsleistungen befreit sind, wenn Flügeaußerhalb ihres Einflussbereiches“ und „außerhalb der normalen Betriebstätigkeit“ ausfallen (vgl. Urteil vom 21. August 2012 – X ZR 138/11).

Nach Ansicht des Bundesgerichtshofes gehört ein Streik zu den nicht von der Fluggesellschaft beeinflussbaren Ereignissen und steht außerhalb der normalen Betriebstätigkeit, weshalb in diesem Zusammenhang keine Zahlungspflicht besteht. Die Airline muss jedoch entsprechende Maßnahmen einleiten, um den Normalbetrieb schnellstmöglich wiederherzustellen.

Unabhängig davon, welche Parteien bei einem Streik die normale Betriebstätigkeit stören, müssen entsprechende zusätzliche Ausgleichsleistungen für die Flug-Annullierung in diesem Zusammenhang nicht von der Fluggesellschaft getragen werden.

25.07.2012

EuGH Urteil zur Online Buchung gefallen

Bereits seit Oktober 2011 besteht eine gesetzliche Verpflichtung, dass Zusatzoptionen bei Buchungsvorgängen auf Webseiten von Fluggesellschaften nicht automatisch vorgewählt sein dürfen. Nun hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) in einem aktuellen Urteil bestätigt, dass auch Vermittler für Reise- und Flugbuchung seitens der Verbraucher für fakultative Zusatzleistungen eine ausdrückliche Annahme (Opt-In-Verfahren) benötigen.

Mehr Transparenz auf dem Flug-Markt: Das ist nur eine der Forderungen, die durch das EuGH Urteil gestärkt wird. In der Umsetzung der EU-Verordnung Nr. 1008/20081 müssen die Anbieter entsprechende Endpreise, d.h. bei Flügen den Preis inkl. Steuern, Gebühren und evtl. Zuschläge, ausweisen. Verfügbare Zusatzleistungen dürfen nicht automatisch vorgewählt sein, sondern müssen für den Kunden während des Buchungsvorganges per „Opt-In“ frei wählbar sein.

Bei der Flugbuchung im Internet werden gern auch einmal Zusatzleistungen, beispielsweise in Form von Reiserücktrittversicherungen oder Mietwagen geboten. Wo Verbraucher früher gezielt wegklicken mussten, um entsprechende Angebote abzuschließen, werden nun erneut die Rechte der Verbraucher gestärkt. Das EuGH Urteil fußt auf einer rechtlichen Auseinandersetzung einer deutschen Verbraucherschutzvereinigung mit dem Buchungsportal eBookers.

Verbraucherschützer raten im Internet zu besonderer Aufmerksamkeit, wenn Reiseleistungen gebucht werden. Nach dem EuGH-Urteil gilt nun auch für Reisevermittler, dass Kosten transparent aufgeführt und Zusatzleistungen grundsätzlich per Opt-In-Verfahren buchbar sind.

05.07.2012

EU stellt Smartphone-App für Passagierrechte bereit

Welche Rechte kann man bei Flugverspätung, Flugstreichung oder Gepäckverlust geltend machen? Zu diesen und einigen weiteren Schwerpunkten aus dem Flug- und Reiserecht können sich Verbraucher künftig auch per Smartphone-App schlau machen. Diese wird von der EU-Kommission kostenfrei zur Verfügung gestellt. Anbei einige grundlegende Informationen dazu, zusammengestellt von Flug-24.net.

Die App ist für alle Smartphones verfügbar, die mit den Betriebssystemen Apple iOS, Google Android, Windows Phone oder BlackBerry ausgestattet sind. Unterstützt werden insgesamt 22 Sprachen der Europäischen Union und für die Nutzung der  App ist eine Internetverbindung  nicht zwingend notwendig.

Was bietet die Smartphone-App genau?

Aktuell sind in der Anwendung entsprechende Informationen zu den Passagierrechten für Flug- und Bahnreisende hinterlegt. Hierfür gelten weitestgehend einheitliche Regelungen innerhalb der EU. Für das kommende Jahr planen die Verantwortlichen eine Erweiterung des Informationsangebot, sodass dann beispielsweise auch Hinweise für Bus- und Schiffsreisen zur Verfügung stehen.

Wer vernetzt ist, kann über die App auch aktuelle Reisehinweise in besonderen Fällen anzeigen lassen.  Neben allgemeinen Hinweisen zu den Passagierrechten rund um Buchung, Reiseleistungen oder das Verhalten bei Verspätung oder Ausfall sind in der App auch gezielte Verweise zu den rechtlichen Grundlagen sowie entsprechende Kontakte integriert.

Weitere Informationen zu dem neuen innovativen Dienst bietet die Pressemittteilung der EU.

27.06.2012

Studie: Stressfaktoren im Flugzeug

Fliegen gilt als bequeme Form des Reisens. Tausende Kilometer binnen kurzer Zeit überwinden? Mit einer entsprechenden Flugreise gelangt man schnell von Kontinent zu Kontinent. An Bord des Flugzeugs, so das Ergebnis einer Umfrage, müssen Passagiere jedoch auch einige 'Stress-Klippen' umschiffen. Was sind die Top 10 Stressfaktoren für Fluggäste? Dieser Frage hat sich das Online-Portal Lastminute.de genauer gewidmet und startete eine Online-Umfrage. Neben Deutschen nahmen auch Briten, Franzosen, Italiener und Spanier an der Vergleichsstudie bei.

Aus den insgesamt 6.193 Befragungen ermittelten die Experten schließlich die Dinge, die Fluggäste am meisten stören. Für knapp drei Viertel der Deutschen (73 Prozent) gehört der Sitznachbar zu den größten Stressfaktoren im Flieger, denn wenn dieser sich zu sehr ausbreitet, wird oft ein Kampf um die gemeinsame Armlehne entfacht. Nahezu ebenso unangenehm empfinden deutsche Fluggäste alkoholisierte Passagiere (72 Prozent). Auch schreiende Kinder gehören für 51 Prozent der Befragten zu den besonderen Stressfaktoren auf Flugreisen. Was jedoch unternehmen Deutsche und andere Europäer dagegen?

Beim Stress im Flieger bleiben die Italiener (66 Prozent) erstaunlich ruhig und würden ähnlich wie die Deutschen (61 Prozent), Spanier (58 Prozent) und Franzosen (47 Prozent) mehrheitlich nichts besonderes unternehmen. Anders verhält es sich bei den Briten, die zu 36 Prozent einen anderen Sitzplatz verlangen würden. Bei den Deutschen kommt eine solche 'Flucht' laut dem Umfrageergebnisse nur für 16 Prozent in Betracht.

Im Gesamtvergleich gehören folgende Stressfaktoren zu den Dingen, die Passagiere im Flugzeug am meisten hassen:
  • 60 Prozent: sich ausbreitende Sitznachbarn
  • 59 Prozent: schreiende Kinder
  • 53 Prozent: alkoholisierte Passagiere
  • 38 Prozent: laute Unterhaltungen von Mitreisenden
  • 29 Prozent: lautes Musik hören von Mitreisenden
  • 29 Prozent: geräuschvolles/chaotisches Essverhalten von Mitreisenden
  • 27 Prozent: schnarchende Fluggäste
  • 25 Prozent: Applaus beim Landen
  • 18 Prozent: gesprächige Sitznachbarn
  • 08 Prozent: flirtende Sitznachbarn

13.06.2012

Flughafen München: Kommt die 3. Startbahn?

Über den Bau einer dritten Startbahn für den Flughafen München dürfen die Einwohner der Stadt am 17. Juni 2012 abstimmen. Wie Michael Kerkloh, Chef des Münchner Flughafens betont, ist die dritte Startbahn für den deutschen Großflughafen unverzichtbar, um langfristig Kapazitätsengpässe zu vermeiden. Nachdem einige Gegner des Projekts mobil machten, wird die Entscheidung nun zunächst in die Hände der Münchner Bürger gelegt. Wie es danach weiter geht, ist bisher noch nicht abzusehen.

Von Seiten des Flughafen Münchens heißt es auch, dass eine dritte Startbahn entsprechend Arbeitsplätze sichert und der Flugbetrieb auf weitere internationale Ziele ausgedehnt werden könnte. Auch in puncto Lärmschutz-Bedenken sei der Flughafen mit entsprechenden Konzepten gewappnet, will jedoch nun das Votum und ebenfalls noch anhängige Gerichtsverfahren abwarten.

Über den Flughafen München

Mit ca. 38 Millionen Fluggästen im Jahr 2011 ist der Münchner Flughafen nach Frankfurt der zweitgrößte Flughafen Deutschlands und dient dabei insbesondere als gefragtes internationales Luftfahrt-Drehkreuz. Neben einer effektiven Flugabfertigung zeichnet sich der Flughafen München, gelegen im Erdinger Moos, auch durch Informationsangebote wie den Luftfahrt-Besucherpark aus. Über entsprechende Angebote des Besucherzentrums, speziell für Kinder, informiert das folgende pdf-Dokument:

31.05.2012

Flughafen Anreise: Infos und Tipps

Auch wenn die Unterlagen für die gebuchte Flugreise bereits vorliegen, ist die Reiseplanung noch nicht abgeschlossen. Entscheidend ist im zweiten Schritt auch die bequeme Anreise zum Flughafen sowie die jeweiligen Möglichkeiten und Angebote zur Weiterfahrt zum jeweiligen Ziel. 

Fluggäste können sich bei der Organisation dabei je nach gewähltem Flughafen an Hinweisen auf Informationsseiten im Internet orientieren. Ob man mit dem PKW, Bus und Bahn oder beispielsweise per Taxi anreist, muss den jeweils örtlichen Gegebenheiten angepasst werden.

War einst noch die private Anreise im Auto vielerorts das bestimmende Mittel, um bequem und schnell zum Flughafen zu gelangen, haben sich inzwischen einige interessante Alternativen etabliert. Vielerorts sind die Flughäfen sehr gut an den öffentlichen Personennahverkehr angebunden und bieten Direktverbindungen ohne lästige Parkplatzsuche und entsprechende Zusatzkosten für das Parken am Airport. Dies bestätigt auch die Erfahrung der Flug-24.net Redaktion.

Im Fall von Flughäfen wie Frankfurt am Main, Düsseldorf oder München ermöglicht die direkte Zuganbindung zum Teil auch schnellere Transfers. Zudem können Fluggäste sich mit den sogenannten Rail & Fly Tickets, die Flug und Zuganreise kombinieren.

Die Anfahrt mit dem Auto bleibt jedoch insbesondere eine bewährte Option, wenn Reisende einen weiteren Weg zum Flughafen zurücklegen müssen. Auch zu bestimmten Tages- und Nachtzeiten ist die PKW-Anreise, auch im Vergleich zur Fahrt im Taxi, die günstigere Alternative. Das Parken betreffend, wird die rechtzeitige Reservierung der gewünschten Stellflächen empfohlen. Verbände wie der ADAC raten dabei zu einem umfangreichen Vergleich der einzelnen Angebote. Als Faustregel gilt: Je näher der Parkplatz am Terminal ist, desto preisintensiver fallen die Parkgebühren aus. Mit zunehmender Distanz zum Terminal werden gemeinhin auch die Parkangebote günstiger.

Vielfach wird auch den Webseiten der Flughäfen auch auf spezifische Sonderkonditionen für Langzeitparker aufmerksam gemacht. Insbesondere bei weiter entfernten Parkflächen auf oder nahe dem Flughafengelände werden dann mehrheitlich kostenfrei Shuttlebusse für den Transfer zwischen Parkplatz und Terminal eingesetzt.

09.05.2012

Flughafen Berlin Brandenburg Eröffnung verschoben

Entgegen der bisherigen Planung wird der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) nicht am 3. Juni 2012 eröffnet. Wie die Flughafenbetreiber in der gestrigen Pressemitteilung informierten, habe die Sicherheit des neuen Großflughafens Priorität. Aufgrund von technischen Problemen mit dem Brandschutz ist die Eröffnung des Flughafens bis auf weiteres verschoben.

Der Berliner Flugverkehr wird sich nun ab Juni weiter auf Schönefeld (SXF) und Tegel (TXL) verteilen. Die Flughafengesellschaft rechnet damit, dass die Eröffnung des Berlin Brandenburg Airport frühestens nach den Sommerferien erfolgt. Bis dahin sollen mögliche Sicherheitsdefizite noch einmal genauestens überprüft werden.
Die Flughafenbaustelle beschäftigt die Hauptstadt bereits über mehrere Jahre. Aktuell sind mehr als 7.000 Bauarbeiter für den neuen Flughafen tätig. Dass das Großprojekt letztlich erneut den Wettlauf gegen die Zeit verloren hat, stimmt die Verantwortlichen nachdenklich. Unberührt von der Absage der großen Eröffnungsfeier bleibt das Publikumsfest am 12. und 13. Mai.

Zur Flughafen Berlin Brandenburg Pressemitteilung:
http://preview.berlin-airport.de/de/presse/pressemitteilungen/2012/2012-05-08-sicherheit-hat-prioriaet/index.php


UPDATE (30.5.2012):

Wie die Pressestelle des Flughafens Berlin Brandenburg nun verlauten ließ, hat der Aufsichtsrat der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH den Termin für die Neueröffnung des Berliner Großflughafens auf den 17.3.2013 verschoben.

Zu den noch folgenden Zielen für die Arbeit am Projekt gehört zum einen die Optimierung des Brandschutzes, deren Vollautomatisierung bis Dezember 2012 andauern soll. Zusätzlich soll der Flughafen Berlin Brandenburg vor der offiziellen Inbetriebnahme eine rund dreimonatige Testphase durchlaufen. Danach soll der Flughafen-Umzug im Frühjahr 2013 finalisiert werden.

07.05.2012

Countdown zum BER-Start läuft

In wenigen Wochen wird die einst größte Flughafenbaustelle Europas unter dem Namen Willy Brandt Flughafen Berlin Brandenburg (BER) als leistungsfähiges Luftfahrtdrehkreuz an den Start gehen. Mehrere Jahre sind seit dem Baubeginn vergangen und bereits am Wochenende des 12./13. Mai 2012 soll das Publikumsfest „Rund ums Terminal“ Lust auf den neuen Hauptstadt-Flughafen machen. Die offizielle Eröffnung des BER Airport durch Angela Merkel, den Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg (Matthias Platzek) und den Regierenden Bürgermeister von Berlin (Klaus Wowereit) folgt am 24. Mai. Der Flugverkehr am Berlin Brandenburg Airport wird am 3. Juni 2012 aufgenommen.

Die Berliner Flughäfen konnten im vergangenen Jahr mit der Überschreitung der 24-Millionen-Marke einen neuen Passagierrekord feiern. Insgesamt liegt die bundesdeutsche Hauptstadt damit an dritter Stelle im innerdeutschen Flughafen Vergleich. Der neue und größere Hauptstadt-Flughafen soll nun die Kräfte der Berliner Flughafenbetreiber bündeln. Künftig erfolgen die An- und Abflüge zentral am BER. Der Flughafen Tegel (TXL) und auch der Flughafen Schönefeld (SXF) werden zum 3. Juni 2012 geschlossen.

Wie ein Sprecher des BER Flughafens kürzlich mitteilte, soll der neue Hauptstadt-Flughafen auch eine Besucherterrasse bieten. Diese soll bereits wenige Tage nach der Inbetriebnahme zur Verfügung stehen. Für Kinder bis 6 Jahre ist der Besuch der Aussichtsterrasse kostenfrei. Der Eintritt soll auf drei (Normalpreis) bzw. zwei Euro (ermäßigter Preis) festgesetzt sein.

Wer die Besonderheiten des Flughafen Baus noch einmal verfolgen möchte, kann sich im nachfolgenden Video einen Überblick über 4 Jahre BBI-Baustelle verschaffen.

02.05.2012

Flug Vergleich: Die Top 10 Airlines der Deutschen


Wie eine aktuelle Umfrage des Portals Tripadvisor zeigt, lieben die Deutschen Flugreisen. Entscheidend ist dabei nicht nur der Urlaub in der Ferne, sondern auch mit welcher Fluggesellschaft die Reise gebucht wird. Die Lufthansa führt das Ranking der zahlreichen befragten Urlauber an. Sie konnten ihren Favoriten aus insgesamt 47 verschiedenen Airlines wählen.

Für den deutschen Fluggast bleibt die Lufthansa unangefochtener Spitzenreiter und setzt sich mit 37 Prozent der Befragten weit vor anderen Mitbewerbern ab. Die Lufthansa hat es auch in vielen anderen Ländern auf einen der vorderen Plätze geschafft. Unter die Top 3 der Fluggesellschaften haben es außerdem Singapore Airlines mit 10 Prozent und Emirates mit 8 Prozent geschafft. Dicht dahinter folgt Air Berlin (7 Prozent). Die Plätze 5 bis 10 im Ranking nehmen dann nur noch zwischen 5 und 1,53 Prozent ein.

Die deutschen Top 10 Airlines im Überblick
  1. Lufthansa
  2. Singapore Airlines
  3. Emirates
  4. Air Berlin
  5. Swiss
  6. Thai Airways
  7. Air New Zealand
  8. British Airways
  9. KLM
  10. Etihad
Bei der Auswertung dieses Flugvergleichs darf man natürlich nicht außer Acht lassen, dass Flüge von Lufthansa in der Bundesrepublik deutlich stärker vertreten sind als beispielsweise die von Flugangebote anderer Airlines. Interessant ist auch der Trend, dass nicht nur in Deutschland die Popularität von Billigfliegern wie Ryanair abnimmt. Die Fluggesellschaft erhielt in vielen europäischen Ländern nur wenig Stimmen. Lieber würde mancher Deutscher einmal mit Singapore Airlines (22 Prozent) oder Emirates (24 Prozent) auf Reisen gehen.

30.04.2012

Flugreisen in Deutschland: Geschichte, Besonderheiten & Trends

Mit dem Urlaubsflieger in den Süden, per Flugzeug zum Geschäftstermin oder eine Flug-Buchung, um Freunde und Familie zu besuchen: Es gibt eine Vielzahl von Motiven zum Fliegen. Schnell und bequem ans Ziel zu kommen und dabei insbesondere große Distanzen zu überbrücken ist nur einer der Vorteile von Flugreisen. Dabei entwickelt sich der Markt kontiuierlich weiter, vorangetrieben durch Reisetrends und marktspezifische Besonderheiten.

Die zivile Luftfahrt nimmt in Deutschland sogar bereits seit dem frühen 20. Jahrhundert ihren Lauf und ist heute ein aufstrebender Wirtschaftszweig. Fliegen gilt als sichere Reiseart und ist zu einem modernen Verkehrsmittel geworden. Im Flieger erwartet Passagiere dabei ein zuvorkommender Service, wobei insbesondere auf Langstreckenflügen die Zufriedenheit der Fluggäste an erster Stelle steht. Auch auf kürzeren Flügen fehlt es nicht an zuvorkommendem Flugpersonal, das sich vom Boarding bis zum Ausstieg um die Passagiere kümmert.

Der deutsche Markt wird durch verschiedene Fluggesellschaften geprägt. Neben Linienflug- und Charterfluggesellschaften starten und landen auch zahlreiche der sogenannten Low Cost Carrier (Billigflieger) in Deutschland. Gemessen an der Zahl der Passagiere und auch anhand der Flugbewegungen im Jahr 2011 bleibt der Flughafen Frankfurt am Main unangefochtener Spitzenreiter. Er ist auch das wichtigste Drehkreuz für den internationalen Flugverkehr. Der Münchner Flughafen und der Düsseldorf International Airport belegen in diesem Vergleich den zweiten und dritten Platz.

Ehemals als Trend gestartet, gehören günstige Lastminute Flüge heute bereits zum Standard. Auch etabliert sich die individuelle Reiseplanung deutlich stärker als einige Jahre zuvor. Das sorgt letztlich auch für einen stärkeren Wettbewerb unter den Anbietern, denn vor der Buchung steht bei vielen Verbrauchern der Preisvergleich.