25.07.2012

EuGH Urteil zur Online Buchung gefallen

Bereits seit Oktober 2011 besteht eine gesetzliche Verpflichtung, dass Zusatzoptionen bei Buchungsvorgängen auf Webseiten von Fluggesellschaften nicht automatisch vorgewählt sein dürfen. Nun hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) in einem aktuellen Urteil bestätigt, dass auch Vermittler für Reise- und Flugbuchung seitens der Verbraucher für fakultative Zusatzleistungen eine ausdrückliche Annahme (Opt-In-Verfahren) benötigen.

Mehr Transparenz auf dem Flug-Markt: Das ist nur eine der Forderungen, die durch das EuGH Urteil gestärkt wird. In der Umsetzung der EU-Verordnung Nr. 1008/20081 müssen die Anbieter entsprechende Endpreise, d.h. bei Flügen den Preis inkl. Steuern, Gebühren und evtl. Zuschläge, ausweisen. Verfügbare Zusatzleistungen dürfen nicht automatisch vorgewählt sein, sondern müssen für den Kunden während des Buchungsvorganges per „Opt-In“ frei wählbar sein.

Bei der Flugbuchung im Internet werden gern auch einmal Zusatzleistungen, beispielsweise in Form von Reiserücktrittversicherungen oder Mietwagen geboten. Wo Verbraucher früher gezielt wegklicken mussten, um entsprechende Angebote abzuschließen, werden nun erneut die Rechte der Verbraucher gestärkt. Das EuGH Urteil fußt auf einer rechtlichen Auseinandersetzung einer deutschen Verbraucherschutzvereinigung mit dem Buchungsportal eBookers.

Verbraucherschützer raten im Internet zu besonderer Aufmerksamkeit, wenn Reiseleistungen gebucht werden. Nach dem EuGH-Urteil gilt nun auch für Reisevermittler, dass Kosten transparent aufgeführt und Zusatzleistungen grundsätzlich per Opt-In-Verfahren buchbar sind.

05.07.2012

EU stellt Smartphone-App für Passagierrechte bereit

Welche Rechte kann man bei Flugverspätung, Flugstreichung oder Gepäckverlust geltend machen? Zu diesen und einigen weiteren Schwerpunkten aus dem Flug- und Reiserecht können sich Verbraucher künftig auch per Smartphone-App schlau machen. Diese wird von der EU-Kommission kostenfrei zur Verfügung gestellt. Anbei einige grundlegende Informationen dazu, zusammengestellt von Flug-24.net.

Die App ist für alle Smartphones verfügbar, die mit den Betriebssystemen Apple iOS, Google Android, Windows Phone oder BlackBerry ausgestattet sind. Unterstützt werden insgesamt 22 Sprachen der Europäischen Union und für die Nutzung der  App ist eine Internetverbindung  nicht zwingend notwendig.

Was bietet die Smartphone-App genau?

Aktuell sind in der Anwendung entsprechende Informationen zu den Passagierrechten für Flug- und Bahnreisende hinterlegt. Hierfür gelten weitestgehend einheitliche Regelungen innerhalb der EU. Für das kommende Jahr planen die Verantwortlichen eine Erweiterung des Informationsangebot, sodass dann beispielsweise auch Hinweise für Bus- und Schiffsreisen zur Verfügung stehen.

Wer vernetzt ist, kann über die App auch aktuelle Reisehinweise in besonderen Fällen anzeigen lassen.  Neben allgemeinen Hinweisen zu den Passagierrechten rund um Buchung, Reiseleistungen oder das Verhalten bei Verspätung oder Ausfall sind in der App auch gezielte Verweise zu den rechtlichen Grundlagen sowie entsprechende Kontakte integriert.

Weitere Informationen zu dem neuen innovativen Dienst bietet die Pressemittteilung der EU.