02.11.2012

Low Cost Airlines weiter auf Europa-Kurs

Der Markt für Billigflieger wächst wieder. Insbesondere im Vergleich zum Vorjahr geht es für die sogenannten Low-Cost-Airlines nun wieder bergauf. Dabei erzielten die zu diesem Segment gehörenden Fluggesellschaften im Sommer 2012 sogar einen neuen Rekordwert: Mit insgesamt 7.000 Strecken innerhalb Europas sind günstige Flüge mit RyanAir, easyJet, Germanwings & Co. beliebter denn je.

Eine detaillierte Übersicht, die Aufschluss über den aktuellen Wachstumstrend bei Low Cost Anbietern im Flugsektor bietet, ist der vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt herausgegebene Low Cost Monitor 2/2012. Das DLR führt diese Erhebung bereits seit 2006 zweimal pro Jahr durch. Flug-24 fasst die wichtigsten Erkenntnisse in Kurzform zusammen.

Europa Flüge mit Low Cost Airlines


Nach Angaben im Low Cost Monitor wurden in der Sommersaison 2012 insgesamt 13 Flugstrecken  mehr als im Vorjahreszeitraum zum Low Cost Sektor zugerechnet. Auch wenn von den Airlines dabei primär keine neuen deutschen Flughäfen in das Netz aufgenommen wurden, gab es jedoch ein Wachstum bei den angesteuerten Zielflughäfen. Zu den bedeutendsten deutschen Drehkreuzen für Low Cost Carrier gehört nach Meinung des DLR der Flughafen Berlin Tegel.

Das größte Flugangebot in diesem speziellen Marktsegment steuert wiederum Air Berlin bei. Auch Germanwings ist mit zahlreichen Stars vertreten. Gezielte Wachstumschancen räumen die Experten jedoch auch dem Anbieter Ryanair ein. Nach deutlich weniger Flugangeboten im Jahr 2011 setzt der Billigflieger nun wieder auf einen Ausbau der Flüge ab Deutschland.

Beim Streckenausbau ist neben Ryanair aktuell auch die Fluggesellschaft Easyjet führend in Europa. Nimmt man die Angebote beider Low Cost Carrier zusammen, stellen diese knapp 50 Prozent aller europäischen Billigflüge. Dabei führt Großbritannien die Statistik als beliebtes Zielland an, gefolgt von Spanien und Italien. Deutschland, zuvor auf dem zweiten Platz etabliert, muss sich aktuell mit Platz 4 zufrieden geben.