29.05.2013

Billigflieger Markt im Check: Zur DLR-Studie

Wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, kurz DLR, informiert, sind Low Cost Airline Flugangebote in und ab Deutschland zu Beginn des Jahres 2013 zurückgegangen. Entsprechende Daten stellt die Institution im aktuellen Low Cost Monitor 1/2013 bereit, der die Besonderheiten und Markttendenzen für Günstig- und Billigflieger analysiert und zusammenfasst. Bereits seit dem Jahr 2006 beobachtet das DLR damit den Markt rund um Low Cost Fluggesellschaften und ihre Angebote. Derzeit stagniert der Marktanteil der zu den Billigfliegern zählenden Airlines bei 32 Prozent, dennoch nahm insbesondere die Anzahl der angebotenen Flugstrecken ab.

Als Negativrekord beschreibt die DLR-Studie, dass insgesamt lediglich noch 423 Strecken von Low Cost Airlines in bzw. ab Deutschland bedient werden. Dieser Rückgang im Winter (ca. - 3 Prozent) betraf sowohl inländische als auch europa- und weltweite Flüge im Low Cost Segment. Es bleibt abzuwarten, ob sich der Markt in der Sommersaison wieder neu stabilisiert. Hierzu tragen insbesondere neu gestartete Kooperationen wie beispielsweise das erweiterte Flugangebot der Iberia-Tochter Vueling ab verschiedenen deutschen Flughäfen bei, denn insgesamt setzen Billigflieger auf den europäischen Markt.

Low Cost Carrier im Überblick: Wer fliegt günstig ab Deutschland?

Zu den Fluggesellschaften, die im vergangenen Winter insgesamt bis zu 92 Prozent des Marktanteils im Low Cost Segment auf sich vereinten, gehören Air Berlin, Germanwings, Easyjet, Ryanair, Intersky und flybe. Die Fluggesellschaft Air Berlin stellt dabei auch das größte deutsche Flugangebot, wobei das DLR von etwa 1.660 Starts in der Woche ausgeht. Die mit der Deutschen Lufthansa kooperierende Germanwings brachte es vergleichsweise auf 746 wöchentliche Starts.

Als Durchschnittspreis für einen Billigflug ermittelten die Studienverantwortlichen eine Preisspanne von 60 bis 120 Euro, wobei die Angebote entsprechend der unterschiedlich genutzten Strecken, Buchungszeiträume und Carrier variieren. Spannend bleibt auch der Blick auf neue Airlines, die sich am deutschen Markt mit entsprechenden Low Cost Flügen etablieren möchten. Hierzu zählen beispielsweise die außereuropäische Air Arabia Maroc, welche die Flugverbindung Köln-Nador in ihr Streckennetz aufgenommen hat.

Nach Angaben des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt vereinen die Berliner Flughäfen bislang das größte Flugaufkommen im Low Cost Segment auf sich. Mehr als acht Millionen Fluggäste nutzten im letzten Untersuchungszeitraum entsprechende Angebote an/ab Berlin.

Billigflug Nationen im Vergleich

Im europäischen Vergleich belegt weiterhin Großbritannien den ersten Platz, wenn es um günstige Flugangebote von Low Cost Carriern geht. Wöchentlich heben dort im Schnitt 6.840 Billigflieger ab. Auf stolze 4.214 Starts in der Woche kommt Italien und landet damit auf dem zweiten Platz. Zur Top 3 der 'Billigflug Nationen' gehört weiterhin Spanien mit 3.761 Starts in der Woche. Deutschland kommt auf 3.507 Starts und rangiert damit auf dem vierten Platz.

Europaweit stellt die Fluggesellschaft Ryanair die meisten Billigflüge (23 Prozent Marktanteil), gefolgt von Anbietern wie Easyjet (20 Prozent Marktanteil) sowie Flybe und Norwegian (etwa 7 Prozent Marktanteil).
Weitere Informationen zum Low Cost Monitor 1/2013 können in der Pressemitteilung des DLR abgerufen werden.

Foto: Flug-24.net (Vueling Flug)